Vom Gewürz zum edlen Geist

Bereits in der Antike erkannte man die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung der verschiedensten Gewürze und erarbeitete die Verfahren zur Herstellung von Medizin.
Diese Erkenntnisse wurden im Laufe der Jahrhunderte immer weiter verfeinert, über das Destillationsverfahren entstanden die Geiste. Diese tragen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Wirkungen auch heute zu unserem Wohlbefinden bei.

Wie bei einem guten Obstbrand gilt auch beim edlen Geist: Fehler der ersten Schritte sind später nicht mehr korrigierbar.

Die Regeln der Auswahl der Gewürze, deren Handhabung und deren Verarbeitung unterliegen selbstverständlich dem gleichen Anspruch wie die der Obstverarbeitung.
Bei uns werden die Gewürze bzw. die nicht gärbaren Früchte (wie z.B. Walnuss) nach eigenen Rezepturen in speziellen Alkoholmischungen angesetzt und über mindestens 8 Wochen einem Mazerationsprozess unterworfen. Hierbei ist es wichtig, dass die jeweilige Alkoholmischung zum Mazerationsverhalten der Gewürze/Früchte passt, damit nur die gewünschten und nicht alle Aromen „sie Seiten wechseln“.

Im Anschluss an diesen Prozess, der dem Gär- und Ruheprozess bei den Obstbränden gleich gesetzt werden kann, wird der Geistansatz sorgfältig und schonend neu destilliert.

Um ein hochqualitatives Ergebnis zu erzielen, wird nicht nur die Abtrennung von Vor- und Mittellauf peinlichst genau vorgenommen, dies sollte immer selbstverständlich sein. Zusätzlich wird bei der Begleitung des Mittellaufes darauf geachtet, dass der „Ausstieg“ an der Stelle erfolgt, an der der Brenner sicher ist, dass das beste und vollste Aroma im Geist gefangen wurde.

Da der Prozess des Destillierens nicht nur für den Obstbrand stressig ist, sondern auch für den Geist, gestehen wir ihm die gleichen Rechte und Pflichten zu.

Er darf sich nun ausruhen und uns wieder unter die Augen treten, wenn er ausgeschlafen und für seine weiteren Aufgaben gerüstet ist. Die sind ebenfalls wieder engstens verwandt mit den Aufgaben der Brände.

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